Depressionen erkennen

Bin ich depressiv? - Depressionen erkennen und was Sie als Betroffener tun können

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Depressionen erkennen und was Sie als Betroffene tun können, um die ersten Schritte aus der Depression zu machen. 

Depressionen erkennen: Kommt Ihnen das bekannt vor?

Sie fühlen sich niedergeschlagen, werden schnell müde und können sich zu nichts aufraffen.

Und war da nicht der Spieleabend neulich, als alle Spaß hatten, nur Sie hatten das Gefühl, gar nicht richtig dabei zu sein? Wie hinter einer Wand aus grauem Nebel fühlten Sie sich da in der geselligen Runde.

Überhaupt, mussten Sie nicht erst überredet werden, mitzukommen? Früher hat Ihnen das doch auch immer Spaß gemacht. Aber zurzeit ist alles irgendwie zu viel.

Dahinter könnte eine depressive Episode stecken

Depressionen erkennen ist nicht immer einfach.

Zunächst einmal: Sollte das hier auf Sie zutreffen, Sie haben daran keine Schuld! Schuldgefühle zu haben, ist bei Depressionen leider sehr häufig. Doch woran Sie leiden, ist eine Krankheit!

Richtig: eine Krankheit, keine Laune! Und diese Krankheit kann sich so, oder so ähnlich, wie oben beschrieben, zeigen. 

Depressionen sind sogar zu einer richtigen Volkskrankheit geworden.

Wie gut, dass inzwischen viel häufiger über Depressionen gesprochen wird. Wenigstens in den Medien. 

Immerhin leiden in Deutschland etwa 5,3 Millionen Erwachsene im Laufe ihres Lebens einmal an einer Depression.

Das sind mehr als sechs Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Und damit liegt die Zahl höher als die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken. Hätten Sie das gedacht?

Depressionen erkennen: Daran erkennen Sie, dass Sie an einer Depression leiden könnten

Was im ersten Abschnitt beschrieben wird, nämlich das Gefühl der Niedergeschlagenheit, die Antriebslosigkeit, der Verlust von Freude an Dingen, die früher Spaß gemacht haben - all das gehört zu den Symptomen einer Depression. 

Daran können Sie Depressionen erkennen - zumindest sind dies erste Hinweise auf eine depressive Erkrankung.

Aber Achtung! Jeder Mensch hat mal Phasen in denen er einfach "zu nichts zu gebrauchen ist". 

Erst wenn dieser Zustand über mehrere Wochen anhält und noch weitere Anzeichen hinzukommen, kann man unter Umständen von einer Depression sprechen. Die Weltgesundheitsorganisation zum Beispiel spricht von mindestens zwei Wochen, in denen die typischen Symptome einer Depression vorhanden sein müssen, um diese zu diagnostizieren. 

Depressionen erkennen: Die typischen Symptome einer Depression

Zu den typischen oder häufigen Symptomen, an denen man eine Depression erkennen kann, gehören neben den bisher genannten Anzeichen außerdem: 

  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Ein niedriges Selbstwertgefühl
  • Schuldgefühle
  • Ein überwiegend pessimistischer Blick in die Zukunft
  • Schlafstörungen - typisch ist es, morgens viel zu früh zu erwachen und nicht mehr einschlafen zu können
  • Appetitverlust, vielleicht haben Sie sogar schon Gewicht verloren, ohne dass das beabsichtigt war
  • Keine Lust mehr auf Sex
  • Auch starke innere Unruhe kann auf eine Depression hinweisen
  • Auch Schmerzen, wie Rücken-, Kopf- oder Bauchschmerzen, für die es keine organische Ursache gibt, können mit einer Depression im Zusammenhang stehen

Leiden Sie an mehreren der beschriebenen Symptome? Dann sind Sie hier vielleicht auf dem Weg, Ihre Depression erkennen zu können. 

Ein besonderes Warnzeichen ist der Wunsch, nicht mehr leben zu wollen oder gar bereits einen Suizidversuch unternommen zu haben. Sollte das bei Ihnen der Fall sein, vor allem, wenn es Ihnen auch jetzt genau so geht, stellen Sie sich bitte unverzüglich in einer Klinik vor!



Nehmen Sie sich bitte sehr ernst, wenn Sie Gedanken haben, nicht mehr leben zu wollen!

Jede Klinik mit einer psychiatrischen Abteilung hat auch eine Akutstation, wo man Sie aufnehmen und Ihnen helfen wird!

Selbsttest: Depressionen erkennen

Die deutsche Depressionshilfe stellt auf ihrer Internetseite einen Selbsttest zur Verfügung, um Depressionen erkennen zu können: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/selbsttest-offline

Dieser Test kann Ihnen helfen, Ihre Beschwerden besser einzuschätzen.
Aber: Er ersetzt nicht die psychotherapeutische Diagnose!

Wichtig: Ob mit oder ohne Test, vertrauen Sie sich einem Arzt oder Psychotherapeuten an, wenn Sie glauben, an einer Depression erkrankt zu sein!

Die unterschiedlichen Gesichter der Depression erkennen:
Leicht, mittelgradig, schwer

Man unterschiedet zwischen leichter, mittelgradiger und schwerer Depression. Die Einteilung hängt vor allem von der Anzahl und Schwere der Symptome ab.

Die gute Nachricht: Depressionen sind heilbar

Depressionen fühlen sich richtig fies an. Aber, sie sind grundsätzlich gut behandelbar und auch heilbar.

Schon aus diesem Grund lohnt es sich, professionelle Hilfe zu suchen.

Zu Behandlung der Depression stehen eine ganze Menge Therapieangebote zur Verfügung. Zum einen gibt es viele unterschiedliche Formen der Psychotherapie, die bei Depressionen hilfreich sind und - je nach Schwere der Depression - stehen auch Medikamente zur Verfügung.

Bei der leichten Depression reicht meistens eine Psychotherapie, um diese in den Griff zu bekommen.

Bei der mittelgradigen Depression wird häufig zu einer Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie geraten. Wenn eine schwere Depression vorliegt, es es oft ratsam, sich zunächst in einer Klinik oder Tagesklinik behandeln zu lassen, um anschließend eine ambulante Psychotherapie in Angriff zu nehmen.

Wichtig zu wissen: Bei mittelgradigen und schweren Depressionen sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden!

(Zur Unterscheidung zwischen Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater habe schon einmal einen Blogpost geschrieben. Den finden Sie hier).

Ein Arzt wird auch untersuchen, ob eventuell eine körperliche Ursache hinter Ihren Beschwerden steckt. Es gibt nämlich körperliche Erkrankungen, die Symptome einer Depression hervorrufen. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, muss die körperliche Erkrankung behandelt werden. Eine Psychotherapie wäre in diesem Fall sinnlos.

Depressionen erkennen

Manche körperliche Erkrankungen führen zu Symptomen, die denen einer Depression ähneln - ohne dass der Betroffene an einer Depression erkrankt ist. 

Daher ist es ratsam, auch eine ärztliche Untersuchung zu veranlassen, um Depressionen richtig zu erkennen.

Depressionen erkennen und behandeln: Kreative Psychotherapie

Auch die kreative Psychotherapie gehört zu den Behandlungsverfahren, die bei Depressionen helfen können. 

Als leiborientierte Kunsttherapeutin unterstütze ich meine Patienten darin, aus dem Gefühl der Enge und Schwere herauszukommen. Damit sich das Leben wieder lebendig anfühlt.

Ich nutze dabei kreative Angebote, lade zu Gesten und Bewegungen ein oder setze Musikinstrumente ein, damit mein Patient sich mit allen Sinnen erfahren kann. 

In fortgeschritteneren Behandlungsphasen erkunden wir gemeinsam Stück für Stück, was zu der Erkrankung geführt hat und arbeiten dies auf. Auch hier kommen immer wieder kreative Angebote ins Spiel. Wie die im Einzelnen aussehen können, können Sie in diesem Blogpost nachlesen. 

Sie brauchen Unterstützung? Sprechen Sie mich an

Wenn Sie glauben, bei sich eine Depression erkennen zu können, sprechen Sie mich gerne an. Gemeinsam besprechen wir, welches die nächsten Schritte sein können. Ich erläutere Ihnen im persönlichen Gespräch, wie eine kreativ-therapeutische Arbeit mit mir aussehen kann. 

Informationen zu meiner Praxis und den Konditionen können Sie hier finden.

Depressionen erkennen

So können Sie Kontakt mit mir aufnehmen: 

Entweder per E-Mail: kontakt(at)praxisfahnemann.de

oder telefonisch unter: 0176 316 63 999

About the author

Maria Fahnemann

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie, Kunsttherapeutin und kreative Traumatherapeutin helfe ich Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Meine Behandlungsschwerpunkte sind: Anpassungsstörungen Depressionen Angststörungen Stress und Burnout Meine besondere Liebe gilt der Arbeit mit Angehörigen psychisch erkrankter Menschen.


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